Chronik - SC Kundl von 1949 bis 1959

Die frühen Jahre, 1946-1959

Schon in den späten 1930-iger Jahren wurde in Kundl Fußball gespielt, ohne dass ein Verein gegründet wurde. Als Fußballplatz dienten damals die Felder am Weinberg und beim Möslbichl. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges unterbrach vorerst die weitere Ausübung des Sportes, doch bald nach Kriegsende fanden sich die Fußballer wieder zusammen, um einen Verein zu gründen. Am 26. Mai 1946 wurde dann der Fußballclub Kundl – kurz: FCK – gegründet. Als Gründungsmitglieder gehörten dem ersten Ausschuß an: Ernst Wöll als Obmann, Leonhard Haas als Obmann-Stv., Alois Wendtner als Schriftführer, Eugen Villmetti als Kassier und Josef Haun als Spielführer. Noch im Gründungsjahr begann man mit dem Bau einer eigenen Sportstätte und zwar auf dem Gelände des ehemaligen Reichsarbeits-dienstlagers.

Dieser Platz verlief parallel zur Bahnlinie, war aber wie sich später herausstellte, für die Austragung von Meisterschaftsspielen zu klein. So entschied sich Obmann Hans Sieberer (1946-1948) den Platz in eine Nord-Süd Richtung zu drehen. Umgesetzt wurde dieser Plan von seinem Nachfolger Georg Prosch der die Geschicke des FCK von 1948 bis 1953 leitete. Trotz mancher finanzieller und spielerischer Niederlage und Enttäuschung konnte in diesen Jahren der Grundstein für einen späteren Aufstieg in die höhere Spielklasse gelegt werden. Der neu angelegte Sportplatz wurde noch 1948 eingezäunt, und neue Tore aus vierkantigen Holzstangen wurden aufgestellt.

1952 wurde ein kleines Buffet gebaut und einge-richtet, und der Bau der Umkleideräume und Brauseanlage wurde verwirklicht. Dies alles gelang nur Dank des tatkräftigen Einsatzes aller Sportler, und der kräftigen Mithilfe der Gemeinde. Neben den Bautätigkeiten hatte sich der FCK aber auch hohe sportliche Ziele gesteckt. Spieler und Funktionäre wollten nicht in der untersten Liga spielen, daher wurde schon 1948 begonnen eine Nachwuchsarbeit aufzubauen. Aus dieser Jugendaufbauarbeit wuchsen in den Jahren um 1952 neue Spieler in die Kampfmannschaft. Als Georg Prosch 1953 als Unterlandvertreter in den TFV gewählt wurde, legte er seine Funktion als Obmann des FCK zurück.

Als sein Nachfolger wurde Albert Ender gewählt, der diese Funktion von 1953 bis 1956 ausübte. 1956 wurde Mathias Rieder zum neuen Obmann bestellt. Mit ihm wurden in den Ausschuß gewählt: Hans Hoflacher, Josef Mühlböck, Alois Embacher, Ernst Stromberger und Michael Messner. Auf den neuen Vereinsausschuss warteten damals große Aufgaben, denn der FC Kundl hatte große finanzielle Schwierigkeiten, und auch die Spielstärke der Kampfmannschaft ließ zu wünschen übrig, lagen doch die Kundler in ihrer Klasse am ungewohnten Tabellenende.

Dank der beharrlichen Zielstrebigkeit des Obmannes Rieder wurden beide Probleme recht schnell gelöst. Einerseits wurde eine Reservemannschaft gegründet, aus der man sich Spieler für die Kampfmannschaft erhoffte, andererseits verbesserte man durch Sparsamkeit und das Abhalten diverser Veranstaltungen wie Ortsfesten oder Preisrodeln die finanzielle Situation. Nach nur einem Jahr stellte sich auch der sportliche Erfolg wieder ein, und 1958 gelang dem FCK der lang ersehnte Aufstieg in die Tiroler Landesliga. Im gleichen Jahr wurde Georg Prosch zum Vertreter der Tiroler Landesligavereine in den TFV gewählt. Da man beim FCK auf die weitere Mitarbeit von Georg Prosch nicht verzichten wollte wurde dieser bei der Jahreshaupt-versammlung am 29.11.1958 einstimmig zum Präsidenten des Klubs gewählt.

Das erste Mannschaftsfoto des FC Kundl aus dem Jahr 1946, Foto: SC Kundl

 


Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1946, Foto: SC Kundl

 


Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1954, Foto: SC Kundl

 


Fahrt zum Auswärtsspiel nach Reutte 1958, Foto: SC Kundl

 


Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1959, Foto: SC Kundl